
Führer zu den Ferien Viterbo
Viterbo, das an die Toskana, an Umbrien, an Rieti und das Latium, an die Provinz von Rom und an das tyrrhenische Meer grenzt, bietet seinen Besuchern eine große Anzahl von Sehenswürdigkeiten.
Die Zeit der größten Blüte dieser Stadt liegt im 12. Jahrhundert, als es, in ständigem Widerspruch zwischen Papsttum und Reich, Päpste zu Gast hatte und deren Konklaven ausrichtete. Dies war auch die Zeit der Konstruktion großer Bauwerke, wie etwa des Palazzo dei Papi. Ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert stammt der Stadtteil San Pellegrino mit seinen Türmen und dunklen Häusern, den case scure.
Berühmt ist Viterbo für seine Monster: Vicino Orsini zog sich 1552 nach Bomarzo zurück und ließ in dem terrassenförmig angelegten Park, Skulpturen exotischer Fabeltiere aufstellen – die Monster von Bomarzo. Möglicherweise sind sie als Allegorien des Teufels oder des uns umgebenden Unbekannten gedacht, oder sollten als Symbole antiker Kulturen verstanden werden.
Zu den wichtigsten Zentren der Provinz Viterbo gehören Civita Castellana, Tarquinia, Soriano nel Cimino, Oriolo Romano und Montefiascone.
Tarquinia begeistert seine Besucher mit dem Palazzo Comunale aus dem 11. Jahrhundert, dem Palazzo dei Priori mit seinen vier mittelalterlichen Türmen und dem Palazzo Sacchetti aus dem 15. Jahrhundert, in dessen Bau ein bereits existierendes, rundes Turmfundament einbezogen wurde. Das Nationalmuseum von Tarquinia, ein wunderschöner Palazzo aus dem 15. Jahrhundert im gotischen- und Renaissancestil, legt über die etruskische Zivilisation ein glänzendes Zeugnis ab. Im Außenhof kann man Sarkophage und Grabsteine besichtigen, im ersten Stock sind geflügelte Pferde, Bronzegegenstände sowie Gegenstände aus Gold und Keramik ausgestellt.
Viterbo ist die Provinz der Seen. An erster Stelle ist der Lago di Bolsena zu nennen, der größte See vulkanischer Herkunft in Europa. Die Gegend um den Bolsener See heißt auch das „hohe Tuscia“, da es in der Antike, auf der Höhe ihrer Kultur, von den Etruskern bevölkert war. Im 18. Jahrhundert wurde dieses Gebiet der Kirche unterstellt. Im Mittelalter blühte dort der Bau von Burgen und Schlössern. Im 15. und 16. Jahrhundert entstanden so schöne Gebäude wie der Palazzo Orsini in Bomarzo, der Palazzo Farnese in Caprarola und die Villa Lante in Bagnaia.
Als zweiter See ist der Lago di Vico zu nennen, umgeben von der Bergkette Cimini, sodann der Lago Mezzano und schließlich der kleine, künstliche See von Monterosi.